Corporate Creativity: Anforderungen an das HR-Management

Untersucht man die Kernforderungen des Corporate Creativity – Paradigmas einmal auf konkrete Anforderungen für das (strategische) HR-Management, lassen sich folgende Gestaltungspotenziale feststellen:

1. Kreatives Potenzial der Mitarbeiter nutzbar machen

Grundlage für Kreativität ist etwas ganz Bodenständiges, nämlich Wissen. Und zwar Wissen aus verschiedenen Bereichen, Funktionen, Erfahrungssituationen, etc.. Mit Trainee-Programmen, horizontal durchlässigen Karriere-Modellen, gemischten Projektteams und Jobrotation erreichen Sie genau das: Sie bereiten in Ihren klugen Köpfen die epistemische Ausgangsbasis für eine kreative Explosion.

Das zweite HR-Mittel der Wahl ist die Mitarbeiter-Motivation. Motivation wird von vielen HR-Entscheidern als Aufgabe der Führungskraft gesehen. Es ist jedoch sicherlich nicht verkehrt, auch das HRM-System einmal auf Motivations-Potenziale hin zu durchleuchten. Die AMO-Theorie (High-Performance-Paradigma, welches „Performance“ als Funktion von „Abilities“, „Motivation“, und „Opporunity to participate“ darstellt) deutet genau auf diese Funktion von HRM-Systemen hin. Bei den extrinsischen Motivatoren sollte die Personalabteilung sowieso die Federführung innehaben.

2. Wissens-Löcher stopfen – oder am besten verhindern

Sensibilisieren Sie das Recruiting und die Personalentwicklung für Wissenslücken in Ihrer Organisation. Diese lassen sich vor allem in Abstimmung mit Experten aufdecken. Gerade in technologieintensiven Unternehmen ist die Identifikation von Wissenslücken alles andere als trivial – Die Personalabteilung sollte das Problem aber zumindest kennen.

3. Flexibilität schaffen

Geben Sie den klugen Köpfen so viel Frei- und Gestaltungsraum wie möglich. Stellen Sie sich konsequente Fragen nach dem Sinn von beispielsweise fixen Arbeitszeiten für Wissensarbeiter. Übertreiben Sie Management by Objectives nicht. Setzen Sie keine Mittel ein, die den Mitarbeiter zusätzlich unter Druck setzen.

4. Smart HR – Die HR-Organisation im Unternehmen vernetzen

Weitere Erfolgsfaktoren auf dem Weg zur kreativen Organisation liegen in der Führungskultur, dem Innovations- und Wissensmanagement und vielen anderen Details. Die letzte Forderung ist dabei eine prozessübergreifende: Gutes HR-Management ist mit anderen Unternehmensfunktionen vernetzt und stimmt seine Maßnahmen etwa mit dem Innovationsmanagement ab.

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